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Aus “Das Farnkraut” Nr. 3/2005
Zu den neueren Traditionen beim Thüringerwald-Verein gehört der in etwa 2jährigem Turnus erlebte “Waldgottesdienst” an der Alexandrinenhütte. In diesem Jahr war dieser allerdings nach Meeder verlegt worden...
Wanderung mit Gottesdienst in der Urpfarrei Meeder
Eine kleine erwartungsfrohe Schar fuhr mit dem "Rodach-Rossach-Rom-Express" nach Großwalbur. Höhepunkt der Wanderung unter der Führung von Gisela Renner sollte ein Waldgottesdienst auf der Sennigshöhe sein. Zunächst sah der Himmel hoffungsvoll aus. Doch an der "Reichbergslinde" setzte Regen ein. Über Ottowind gelangte die Gruppe zur Alexandrinenhütte, wo sie warme Getränke zu sich nahm. Da der Gottesdienst in die Laurentiuskirche von Meeder verlegt wurde, fuhr Wanderfreund Günther Kachel die interessierten Wanderer mit einem Kleinbus in die Gemeinde. Einige andere, unter ihnen auch zur Freude aller der Ehrenvorsitzende Franz Geßlein, warteten bereits. Pfr. Steffen Lübke begrüßte die Besucher des Gottesdienstes. Als Eingangslied wurde "Freuet Euch der schönen Erde......" gesungen. Männer und Frauen trugen im Wechsel Auszüge aus dem 63. Psalm vor. Als Organist stellt sich dankenswerterweise Hartmut Korndörfer zur Verfügung. Seiner Predigt legte der Geistliche einen Abschnitt aus dem 1. Buch der Könige im Alten Testament, den Gisela Renner verlas, zu Grunde. Gott sei zwar in Naturerscheinungen zu ahnen, doch Elia erfuhr ihn nicht im Sturm. Erdbeben oder Feuer, sondern in einem stillen sanften Sausen. Genau so wirke auch der Heilige Geist, der uns berühren möge. Die Aussagen: des Pfarrers kamen im Lied "Komm Heilger Geist . . . . " nochmals nachhaltig zum Ausdruck. Als Erinnerung an diese besinnliche Stunde erhielten alle, die am Gottesdienst teilnahmen, ein aus Papier geschnittenes Eichenblatt mit den Worten "Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen" (Pfs 36,6). Gesegnet brachen die Wanderer auf und kehrten in der Alexandrinenhütte ein. Bei Speis und Trank herrschte eine fröhliche Stimmung. Zu den Gästen gesellte sich auch eines der der ältesten Mitglieder des Vereins, nämlich Dr. Fritz Schumann mit Tochter Helga. Bei schönstem Sommerwetter mit wunderbarer Wolkenbildung wurde die Wanderung fortgesetzt. Die drei Windräder bei Tremersdorf drehten sich im Winde. Infolge des Orkans lagen auf dem Waldboden zahlreiche Äste und Zweige. Die Gruppe kam zum Müllerstein, der an einen am 4.11.1929 tödlich verunglückten Lehrer aus Neukirchen erinnert. Oberhalb des Weisbachgrundes zog die Schar auf einem "Schlangenweg" entlang, bevor sie einen Abstecher zum Schnepfenstein machte. Dessen Herkunft konnte bisher nicht geklärt werden. Jedenfalls wurde er vor einiger Zeit renoviert und ist mit einer Schnepfe versehen. Beim Abstieg zum Weisbachsgrund setzte starker Regen ein, der bis Tiefenlauter anhielt. Da die Gaststätte "Zur Schnepfe" Betriebsurlaub hatte, zogen die Wanderer weiter nach Oberlauter. Unterwegs erregten zwei Schafe, die auf einer Wiese wie angewurzelt standen, die Aufmerksamkeit. Nach einem kühlen, Trunk in der alten Mühle von Oberlauter brachte der Bahnbus die Ausflügler zurück in die Stadt. Trotz mancher Schauer war es denn doch ein erlebnisreicher Tag. Renate Haenel
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