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Können Sie auch ohne Verein wandern? Im Prinzip ja, aber viele Vorleistungen wurden von uns erbracht, z. B. mehr als 400 km markierter Wanderwege; Zuarbeit für Wanderkarten verschiedener Verlage, nicht zuletzt die Alexandrinenhütte - drum auf zur Mitgliedschaft (anklicken!) |
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„Waldabend“ im Doppelsinne
Seit jeher werden unsere monatlichen Versammlungen als „Waldabend“ bezeichnet. Selten aber war der Wald so sehr Thema wie im November 2011, also der letzten Veranstaltung dieser Art im Jahr 2011. Zu Gast war Wolfgang Weiß, von Beruf Förster und auch seit der letzten Kommunalwahl als Stadtrat in Coburg bekannt. Zunächst aber kam es zu den üblichen Regularien, also Geburtstage, Rückblick auf die vergangenen Wanderungen und Ausblick insbesondere auf den bevorstehenden Julnachmittag. Wfr. Wilhelm Bauer gab bekannt, dass der Julabend diesmal im Gemeindesaal „Elia & Co“, Bertelsdorfer Höhe stattfinden werde. Mit Spannung wurde der Vortrag erwartet. Die UNO hat das Jahr 2011 zum internationalen Jahr der Wälder ausgerufen. Aus dem hierzu veröffentlichten Material sowie eigenen Gedanken und auch Fotos hatte Wolfgang Weiß eine „PowerPoint“-Schau zusammengestellt und auch einiges an Prospektmaterial zum Thema Wald mitgebracht. Zweck war es sowohl für die Aktion der UNO als auch für diesen Waldabend, die umfassende Bedeutung der Wälder gerade für uns Menschen deutlich zu machen. Dies ist nun ein weitaus komplexeres und vielschichtigeres Thema als wir auf den ersten Blick glauben. Daher ist es auch kaum möglich, dies in wenige Zeilen zusammenzufassen. Der Referent schloss zu Anfang auch die erdgeschichtliche Betrachtung ein. Demzufolge entstanden die ersten Wälder auf der Erde bereits im Karbonzeitalter vor ca. 350 Millionen Jahren. Für das „Internationale Jahr der Wälder“ wurde ein Logo entwickelt, das sich aus 12 Einzelsymbolen zusammensetzt, welche insgesamt die Umrisse eines Baumes ergeben. Im Mittelpunkt steht der Mensch. Um ihn dreht sich alles, der Erhalt der Wälder steht daher in seinem ureigensten und vitalen Interesse.. Im Einzelnen stehen die Symbole für den Baumstamm als Basis. . Die Wildtiere (Symbol "Hirsch") hatten in der Frühzeit der Entwicklung der Menschheit grosse Bedeutung als Lieferant von Nahrung, aber auch von Werkstoffen für den täglichen Gebrauch (Knochen, Felle). Auch unsere heute verbreiteten Fruchtsorten (Symbol "Apfel") stammen häufig ursprünglich aus den Wäldern und wurden im Verlauf der Menschheitsentwicklung kultiviert. Bis heute sind diese Obstsorten wichtige Quelle für Ernährung und Einkommen. Eine Regenwolke steht für die Bedeutung der Wälder für das globale Klima, als Kohlenstoff-Speicher und Filter für Luftverunreinigung. Ergänzend hierzu sind die Gewässer Grundlage des Lebens, auch insoweit ist der Wald unverzichtbar. Der Wald ist aber auch Rohstofflieferant. Holz diente immer zum Bau menschlicher Behausungen und Einrichtungen. Dafür steht das „Icon“ Haus. Das größte Waldgebiet der Erde setzt sich aus den borealen Nadelwäldern zusammen, insgesamt noch immer etwa 1,4 Milliarden Hektar (Symbol: "Nadelbaumzweig"). Eine Eidechse als Logo symbolisiert den Artenreichtum der Wälder. Eine Ente dagegen erinnert daran, dass viele heute verbreiteten und uns vertrauten Nutztiere ursprünglich in den Wäldern beheimatet waren, so etwa Schweine und Rinder, aber auch die Honigbienen. Ein Laubblatt symbolisiert die Laubwälder der gemäßigten Klimazone. Sie umfassen heute weltweit etwa 700 Mio. ha. Hier aber kam es bereits vor längerer Zeit zu großflächigen Rodungen, gerade auch in Mittel- und Südeuropa. Schließlich ergänzt das Symbol „Medizinflasche“ die heilende Wirkung der Wälder – sowohl durch Arzneipflanzen als auch die gesundende Wirkung des Aufenthalts in unseren Wäldern. Der Referent nahm aber auch, mit eigenen Fotos, Bezug auf die Waldbestände in unserer näheren Umgebung Bezug. Im Anschluss an den Vortrag kamen noch mehrere Fragen und Diskussionsbeiträge aus dem Zuhörerkreis. Diese Unterhaltung hätte sich durchaus bis spät in die Nacht hinziehen können, so gross war das Interesse an dem Thema. Im Namen aller dankte Vorsitzender Wolfgang Süße dem Referenten für den gelungenen Abend.
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