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“Dom” heisst die Kirche wegen der monumentalen Ausmaße. Eine Bischofskirche war sie aber nie. Ursprünglich stand an dieser Stelle das Stammschloss der Grafen von Berg (um 1060). Sie verlegten diesen Stammsitz nach Burg a. d. Wupper (=”Neu-Berg”). Um 1133 wurde diese Stelle von Zisterziensern aus Morimond (Burgund) besiedelt. Die gotische Kirche entstand von 1255 - 1379 . Für die Bauordnung der Zisterzienser typisch ist der Verzicht auf einen Turm, stattdessen Dachreiter (so auch Sonnefeld und Ebrach!)
Mit dem Jahre 1803, der “Säkularisation” begann der Verfall. Derartiges hat es also keineswegs nur in Bayern gegeben. Ab 1847 Wiederherstellung, seit 1857 auf Anordnung des preußischen Königs Pfarrkirche für katholische und evangelische Christen.
Mit Coburg besteht überraschenderweise ein historischer Zusammenhang. Bis 1918 führten die Herzöge von Coburg zugleich auch den Titel der Herzöge von Jülich, Cleve und Berg. Der sächsische Kurfüst Johann Friedrich hatte eine Prinzessin von Jülich, Cleve und Berg geehelicht, einer der Nachkommen war unser Herzog Johann Casimir, welcher nach Aussterben der Herzöge von Jülich etc. Erbansprüche auf deren Gebiete erhob. Immerhin ging es um weite Teile des heutigen Nordrhein-Westfalen. Er ging indes trotz aller Bemühungen leer aus; das Erbe traten vielmehr Hohenzollern und Wittelsbacher an. Näheres u. a. bei Walter Schneider, “Coburg im Spiegel der Geschichte”, Coburg 1983, S. 130ff.
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