Soweit wie irgend möglich, haben wir in den Jahren nach der “Wende”, in den Jahen des Wiederaufbaus des Thüringerwald-Vereins in seinem Ursprungsland, die entsprechenden Themen aufgegriffen. Ein Dr. Kober aber war ja nach 1948 auch ein Franke geworden, der enge Beziehungen zum Thüringewald-Verein Coburg unterhalten hat. Da durften wir natürlich keineswegs einen derartigen Gedenktag übergehen.

 

Zum 100. Geburtstag von Dr. Julius Kober
 


Der vor allem beim Rennsteigverein gerühmte, aber auch beim Thüringerwald-Verein keineswegs unbekannte Dr. Julius Kober wurde am 17. August 1894 in Suhl geboren. In seiner 1982 im „Farnkraut" veröffentlichten Geschichte des Thüringerwald-Vereins Coburg bezeichnete ihn Werner Ungelenk als „Symbolfigur für die heimatbezogene Gemeinsamkeit von Rennsteig- und Thüringerwald-Verein". Das „Mareile", wiedergegründete Zeitschrift des Rennsteigvereins, widmete ihm in der Ausgabe Nr. 3 einen Artikel. Der studierte Philologe widmete sich früh der Mundartforschung seiner Thüringer Heimat und promovierte hierüber. In der Folge trat er durch ein reiches literarisches Schaffen hervor. Er fand früh zum Rennsteigverein, aber auch zum Thüringerwald-Verein seiner Heimatstadt Suhl und zu befreundeten Organisationen wie etwa die „Joel-Gemeinde". Als „Schulze" des „Bundes der Thüringer Berg-, Burg-, und Waldgemeinden" gliederte er deren Wanderabteilungen korporativ dem Thüringerwald-Verein an. Nach Kriegsende fand er in Zapfendorf eine neue Heimat und baute dort den Rennsteigverein neu auf. In dieser Zeit der Schicksalsgemeinschaft erfolgte eine besonders enge Zusammenarbeit mit dem Thüringerwald-Verein Coburg, die ihren Ausdruck auch in der 1970 - 1993 gemeinsam herausgegebenen Zeitschrift „Das Farnkraut" fand. Dr. Julius Kober verstarb am 28.7.1970 in Staffelstein.

Hinweis: Rennsteigjubiläum

Dr. Kober
 

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