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Ostern in Ludwig-Richter-Landschaft

7. April: 53 Osterwanderer fuhren per Sonder-Bus via Bamberg — Buttenheim nach Gunzendorf. von dorther führte sie Ernst Eckerlein zur Kapelle Senftenberg und damit in weit überschaubare Alblandschaft, einem Bild von Ludwig Richter oder des fränkischen Malers Rudolf Schiestl vergleichbar. Durch Wald, Wiesengelände und Felsgestein ging es dann aufwärts zum sonnenbestrahlten Klettergarten, von dort zum Rast – und  Rundsichtziel „Friesener Warte“ und weiter nach  Kälberberg. Die Wanderschar war zu groß für das kleine Wirtshaus; darum zog Klaus Ehrlicher mit einem Drittel zur Atzung bis Teuchatz. Wohlgestärkt wanderte man geleinsam weiter auf der Albhöhe gen Herzogenreuth, von hier durch ein felsenumsäumtes Tal hinab nach Tiefenellern, nicht ohne Sonne und Landschaftspracht an den Hängen und im Talrund in verweilender Rast zu genießen. Der nachgezogene Bus brachte die Wanderer in Serpentinen wieder zur Höhe, auf der sie von Neudorf aus in einstündiger Waldwanderung die Wallfahrtskapelle St. Gügel erreichten. Weder geistig noch körperlich konnten sich die „Waller" hier laben, da Kapelle und Gasthof geschlossen, Riesendurst trieb sie zu erquickendem „Löschzug" auf die Giechburg. Dort erwartete der Bus die dankbaren Osterwanderer, um sie über Scheßlitz zur Schlußeinkehr in Bamberger Altstadt-Lokalen und dann nach Coburg zurück zu bringen.

FriSchu

Anmerkung: wie schon an anderer Stelle vermerkt, „St. Gügel“ heisst „St. Pankratius auf dem Gügel“. Entfernung per „basecamp“ nachgemessen: Gunzendorf – Tiefenellern 15,4 km; Neudorf –Giechburg 3,7 km; die Gesamtentfernung von knapp 20 km für damalige Verhältnisse eher gering. Für das damalige “Stehvermögen” spricht aber die abschliessende Einkehr in “Bamberger Altstadt-Lokalen”.
Rudolf Schiestl, Maler und Grafiker wurde 1878 in Würzburg geboren und starb 1931 in Nürnberg. Verfasser wohl Herr Dr.  Schumann.

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