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Alle Kommentare geben ausschliesslich die Meinung und Einschätzung des Verfassers wieder, nicht eine Stellungnahme des Thüringerwald-Vereins Coburg. |
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Die Kritik an den Plänen für eine neue Gestaltung des Ketschentores reißt nicht ab und erreichte einen Höhepunkt am vorletzten Juli-Wochenende, als an dem Tor entsprechende Sichtblenden angebracht wurden. Seit dem Abbruch des Alexandrinenbades ist wohl keine städtische Baumaßnahme mehr aus der Bevölkerung so heftig kritisiert worden. An dem betreffenden Wochenende war ich nicht in Coburg und konnte keine Fotos machen, dafür aber nutzte ich einige Tage zuvor die Gelegenheit, die hervorragenden Sichtbeziehungen durch das jetzige Ketschentor im Bild festzuhalten. Besonders befremdlich erscheint mir die Idee, die Gestaltung des 18. Jahrhunderts wieder herzustellen. Wer sich mit der Lokalgeschichte befaßt, dem wird schnell klar: die Coburger Stadtbefestigung konnte schon im 30jährigen Krieg nicht mehr verteidigt werden. Den Belagerern wurden daher die Stadttore geöffnet, zunächst erfolgreich verteidigt wurde lediglich die Veste. Es war aber noch bis in das 18. Jahrhundert üblich, Durchreisende oder sonstige Passanten zu kontrollieren - und auch zu schikanieren. Walter Schneider weist in seinem Buch: “Coburg im Spiegel der Geschichte” darauf hin. Zu leiden hatte unter den Schikanen der Coburger Wachmannschaft u.a. demnach Johann Karl August Musäus (1735 - 1787). Dieser Dichter wurde berühmt vor allem durch seine Rübezahl-Legenden. Goethe war dies Anlass zu einem Spott-Gedicht. Wollen wir an diese Zeiten anknüpfen? -hdb- |
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Ketschentor 16. Juli 2011 |
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