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Aus Heft 2/1964
Nun auch im Coburger Raum: Steig aus und wandere!
Thüringerwald- Verein markiert fünf Rundwege für neue Wanderkarte
Im Zuge der Vorbereitung einer neuen Wanderkarte für den Coburger Raum, die Landratsamt und Thüringerwald-Verein in verständnisvoller Zusammenarbeit mit Forst- und Vermessungsbehörden erstellen, wird der zwangsläufigen Entwicklung des „Autowanderns" auch in unserer engeren Heimat Rechnung getragen. Neben den bereits markierten Wanderwegen zur Sennigshöhe, zum Sauloch und zum Weinberg bei Mönchröden, in den Tambacher Forst und zu den von den „Naturfreunden" betreuten Hofmannsteichen sowie nach Schloß Banz wird die neue Wanderkarte erstmals die Aufzeichnung von fünf Rundwanderwegen speziell für Autowanderer erhalten, um ihnen von Wanderparkplätzen in Rodach, Mönchröden, Ebersdorf/Frohnlach, Neuhof/Neershof bzw. Oberfüllbach sowie Ahorn aus Gelegenheit zu Kurzwanderungen zu geben, die sie sicher zum Standort ihres Kraftfahrzeuges zurückführen. Damit wird unser Coburger Land einbezogen in die vom Allgemeinen Deutschen Automobilclub mit der Forderung „Steig aus und wandere!" unterstützte „Gegenbewegung" gegen die beängstigend angestiegenen Fuß-, Muskel-, Kreislauf- und Herzbeschwerden aus Bewegunssmangel.
Der Initiative des Verbandes Deutscher Gebirgs- und Wandervereine ist es zu danken,…. Anmerkung: hier fehlte bereits beim Orginal mindestens eine Zeile! So etwas ist schon damals vorgekommen …..wald-Verein übernommen. 1500 solcher von Wanderparkplätzen ausgehender Rundwanderwege erstreckt ….. ? über die Mittelgebirgslandschaften von Teutoburger Wald, Sauerland, Wiehen- und Eggegebirge, Eifel, Harz, Frankenwald und Fichtelgebirge, Odenwald, Schwäbische Alb, Schwarzwald und Saargebiet.
Zu den reiflichen Überlegungen, die sich mit dieser dankenswerten Initiative verbinden, gehört nach den Worten des Verbandspräsidenten Georg Fahrbach, Stuttgart, die Notwendigkeit, den an den Wochenenden vom „Drang ins Grüne" ausgelösten Kraftfahrzeug-Strom hinzulenken zu den Ausgangspunkten jener Fußwege, die uns die natürlichste aller Heilstätten erschließen: Zu möglichst waldnahen Wanderparkplätzen, die ein sicheres Abstellen und Wiederfinden des Wagens oder Mopeds ebenso gewährleisten, wie sie wahlloses und den Naturgenuß nur störendes Wildparken im freien Gelände oder gar in naturgeschützten Waldungen unterbinden.
Ebenso einheitlich wie bei den Camping-lagern soll auch bei den Wanderparklätzen die Orientierung durch leicht erkennbare Hinweis- und Parkschilder mit „weißem P auf grünem Grund" sein. Nur durch ein solch einheitliches Hinweis- bzw. Parkschild wird erreicht werden, daß der interessierte Kraftfahrer sein Ziel schnell und sicher erkennt und von ihm auch angesprochen wird.
Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, hat sich diese Idee mit dem weißen P auf grünem Grund nicht durchgesetzt. Wanderparkplatze, wo sie vorhanden sind, werden mit dem Wander-Paar schwarz auf weiß in blauem Feld gekennzeichnet.
Es bahnt sich hier bereits eine Regelung an, die sich über das Bundesgebiet hinaus im europäischen Raum durchsetzen soll. Die Voraussetzungen dafür sind günstig, denn die Alliance Internationale de Tourisme hat schon im Vorjahr dem Antrag des Verbandes Deutscher Gebirgs- und Wandervereine einmütig zugestimmt. Wanderparkplätze mit dem neuen Parkzeichen und einheitlich markierten Rundwanderwegen in allen geeigneten Gebieten zu schaffen.
Die Coburger Rundwanderwege Im Zuge dieser Entwicklung sehen die Arbeiten an der neuen Wanderkarte für den Coburger Raum folgende Rundwanderwege für den Autowanderer vor, die ihm abseits aller Verkehrsstraßen im Sinne der Aktion „Steig aus und wandere" die an herrlichen Ausblicken reichen landschaftlichen Reize und Werte unserer engeren Heimat erschließen sollen:
Rodacher Rundweg (Wanderparkplatz am Rodacher Markt): Vom Stadtzentrum nach Nordost zur Damm-Mühle, weiter durch den Mühlengrund nach Heldritt und dort zum Waldbad, dann am Taubenrangen entlang zum Reithberg und dort bis zur Zonengrenze bei Hetschbach. Rückweg nach Rodach über den Reithweg. Gesamtstrecke: 14 km.
Einen Wanderparkplatz am Rodacher Markt gibt es nicht mehr. Inzwischen sind im Bereich Bad Rodach mehrere Wanderwege anderer Organisationen angelegt und in den Wanderkarten eingedruckt worden, sodass unser Weg nicht mehr ganz leicht zu unterscheiden ist.
Mönchrödener Forst (Wanderparkplatz am Sportplatz Mönchröden): Von dort aus Forstweg (parallel zur Straße) zu den Fischbacher Teichen, nach Norden weiter zur Höhe 441 nahe der Straße Ketschenbach—Rüttmannsdorf, die prächtige Aussicht bis Sonneberg bietet, um den Thanner Grund herum nach Rüttmannsdorf und dann nach Süden durch den Forst zurück zum Parkplatz. Gesamtstrecke: 12 km.
Diesen Weg mussten wir aufgeben! Es war dies landschaftlich wohl der schönste und anspruchsvollste der Rundwanderwege, Höhenunterschied 150 m .
Lahmer Forst (Wanderparkplatz Neuhof/Neershof oder Oberfüllbach): Von beiden Ausgangspunkten führt der Rundwanderweg über 8 km quer durch den reizvollen Lahm mit dem Wildmeisterstein als Höhepunkt.
Rundweg Sonnefeld (Wanderparkplatz in Ebersdorf oder Frohnlach): Von Ebersdorf am Südhang der Frohnlacher Kuppe (herrliche Aussicht über Frohnlach bis Schloß Banz) entlang zur Göritzenquelle, weiter über den Eichberg zur Dürrmühle und von dort über Frohnlach zurück nach Ebersdorf. Der von Frohnlach aus in Gegenrichtung ebenso reizvolle Weg ist rund 12 km lang.
Auch hier eine Änderung: verkürzt auf 9 km; nicht mehr zur Dürrmühle, weil hier die “B 303” zu überqueren wäre.
Schloß Hohenstein (Wanderparkplatz Ahorn): Von Ahorn über den Hühnerberg zu Querkelstein und Bismarckfelsen im Hohensteiner Wald, dann aus dem Raum Wohlbach Aufstieg zu Schloß und Park Hohenstein und von da Rückweg über den Hühnerberg nach Ahorn. Gesamtstrecke: 9 km.
Die Markierung dieser Rundwanderwege mit einheitlichen Ringzeichen hat der Thüringerwald-Verein übernommen.
interne links zu näheren Beschreibungen:
Rundwanderweg 7
Rundwanderweg 1
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