Alle Kommentare geben ausschliesslich die Meinung und Einschätzung des Verfassers wieder, nicht eine Stellungnahme des Thüringerwald-Vereins Coburg.

rapsitztal

oben: das war einmal! Blick im Itztal bei Dörfles in Richtung Rödentaler Kläranlage. Blühende Rapsfelder, soweit das Auge reicht. Noch standen hier keine Riesenbrücken!  (nach einem Diapositiv 6 x 6, etwa 1992)

 

Ein später Protest
Es stand in der „np“ vom Freitag, 9. September. „Landwirte sammeln Unterschriften“. Sie fordern demnach ein Schutzprogramm für Äcker, Wiesen und Wälder, um den Flächenverbrauch in Bayern zu stoppen. Demnach seien seit 1970 insgesamt rd. 500.000 ha an landwirtschaftlicher Nutzfläche entzogen worden. Täglich würden 16 ha dazu kommen.  Als besonders krasses Beispiel nannte er die „ICE“-Einschleifung nach Coburg.
Nun, die Umweltverbände protestieren seit Jahrzehnten gegen den Flächenfraß. Einziger  Unterschied: den Umweltverbänden geht es um die Natur insgesamt, nicht nur um landwirtschaftlich nutzbare Flächen Anders als die Landwirtschaftsverbände sehen sie natürlich ökologische Ausgleichsflächen nicht etwa als Verlust an. .
 

Wenn  die beiden führenden Leute des Bauernverbandes vor einer ICE-Baustelle protestieren, dann müssen sie sich allerdings fragen lassen, was sie vor nunmehr bald fünfundzwanzig Jahren unternommen haben. Damals standen jedenfalls nach meiner Erinnerung Umweltverbände, aber auch Anrainer, denen es um die Wohnqualität ging, in ihrem Protest ganz allein da.
 

Eines muss man auch sagen: der „np“-Redaktion war diese Meldung nicht allzuviel Raum Wert, und das Bildchen wurde geradezu winzig. Dafür wird demnächst wieder wohl seitengroß über den neuesten Tunneldurchschlag mit einer neuen Tunnelpatin berichtet. Bei dieser Gelegenheit wird sicher wieder irgend jemand seine Forderung nach dem ICE-Systemhalt loswerden. Der- oder diejenige sowie die „np“-Redaktion sind sicher von den glänzenden Zukunftaussichten  überzeugt.
 

Wenige Tage später wird in der gleichen Zeitung, schon etwas größer, über die Belastung einer Landkreisgemeinde durch die Baumaßnahmen an der Hochgeschwindigkeitsstrecke berichtet. Ja, wenn die Belastungen  der Anwohner mit der Fertigstellung vorbei wären! Ich wiederum fürchte, dass mit dem Betrieb die eigentlichen Belastungen erst los gehen. Das gilt nicht so sehr für die “ICE”-Züge selbst, sondern für den Güterzugverkehr.

-hdb-

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