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75 Jahre Alexandrinenhütte –
Stiftungsfest am 29. Mai 2011

 


Nach dem 100jährigen Stiftungsfest des Thüringerwald-Vereins Coburg am 20. Mai 2007 stand in diesem Jahr wiederum ein vergleichbares Ereignis an: das 75jährige Jubiläum der Alexandrinenhütte am 29. Mai diesen Jahres. Wobei zwischen diesen Daten ein gewisser Zusammenhang besteht.
Auslöser der Gründung des Zweigvereins Coburg im Jahre 1907 war der Bau des Alexandrinenturms. Nach dem vorzeitigen Verfall dieses Bauwerks ist dann im Jahre 1936 an dessen Stelle und teilweise unter Verwendung des alten Baumaterials die Alexandrinenhütte gebaut worden.
Wie schon im Jahre 2007 hatten wir auch diesmal mit dem Wetter Glück. Allerdings konnten nicht alle über die wolkenlose Mittagssonne freuen, wenn der Sonnenstand den Jahreshöchststand erreicht und alle Personen den Schutz im Schatten der Bäume suchen. Für den Fotografen ist die weniger günstig, denn die Kontraste sind schon extrem. Besser wäre hier eine leicht diffuse Beleuchtung.
Desungeachtet kamen natürlich die Besucher in Scharen, auch die Ehrengäste. Aus den Reihen der Kommunalpolitik waren dies allen voran Landrat Michael Busch, sowie die 2. bzw. stellvertretenden Bürgermeister der Gemeinden Meeder und Lautertal.
Vom Thüringerwald-Verein 1880  waren dies vor allem Jürgen Theile, Erster Vorsitzender und in dieser Eigenschaft Nachfolger unseres Wolfgang Süße, dann Gerhard Dehmel, stellv. Vorsitzender, auch Prof. Dr. Walter Lehmann (Steinbach-Hallenberg), einer der „Neugründer-Väter“.
Wesentlich zum Gelingen trugen die Musiker der Blaskapelle Meeder unter Markus Hollstein bei. Dies zog auch immer wieder zufällige Passanten, die auf der Straße zwischen Mirsdorf und Rottenbach unterwegs waren.
Natürlich reicht bei einem solchen Fest die sonst übliche Hüttendienst-Bewirtung nicht aus. Ein Getränkewagen und ein Bratwurst-Stand waren da. Und wieder einmal war das „Wiesenfelder Team“ am Werk.
Schon bei dem „100jährigen“ hatte sich diese Gruppe bestens bewährt. Sie waren aus den Vereinen „Bergfreunde Wiesenfeld“ und „SK Fortuna Wiesenfeld hervorgegangen“.
Der Service war professionell und hervorragend. Normalerweise gilt ja auf unserer Hütte das Prinzip Selbstbedienung, aber an diesem Tag konnten wir Tischbedienung bieten. Dies ist bei so vielen Leuten auch die günstigere Lösung.

In seiner Eröffnungsrede verwies der 1. Vorsitzende Wolfgang Süße bezüglich der Chronik der Alexandrinenhütte zunächst auf die „Farnkraut“-Ausgabe Nr. 1, wo diese hinreichen ausführlich beschrieben worden sei. Er danke dem Schriftleiter H.D.Bürger. Er dankte ferner den Vertretern der Tagespresse für die Vorab-Berichterstattung. Süße verwies darauf, dass diese Jubiläumsfeier zugleich eine Spendenaktion für den Verein für krebskranke Kinder darstellt. Im Vorfeld hatte der ThWV ausdrücklich gebeten, auf die üblichen Präsente zu verzichten und dafür entsprechende Beträge auf das Spendenkonto des Vereins für krebskranke Kinder einzuzahlen und auch noch an diesem Jubiläumstag kräftig zu spenden. Er konnte bei dieser Gelegenheit Herrn Uwe Rendigs, den Vorsitzenden sowie Herrn Leger begrüßen. Einige Wochen später hatte Süße denn auch  Gelegenheit, den Spendenscheck i. H. v. 1.150 EUR an die Vertreter des Vereins für krebskranke Kinder zu überreichen. Süße dankte ausdrücklich den Inserenten des „Farnkraut“. Ausdrücklich erwähnte er auch das oben bereits angesprochene „Wiesenfelder Team“. Der Vorsitzende dankte ferner dem Hüttendienst für die bisher geleistete, 75jährige Arbeit.
Landrat Michael Busch überbrachte Grüße und Dank im Namen des Landkreises Coburg sowie der Kreisräte. Busch rief zur Mitarbeit neu zu werbender Mitglieder beim Verein auf. „Die erhabene Sprache der Natur, die Töne der bedürftigen Menschheit lernt nur der Wanderer kennen” (J. W.  Goethe, „Zauberflöte zweiter Teil“).
Busch erinnerte an den Schenkungsakt des Landkreises Coburg an den Thüringerwald-Verein im Jahre 1952. Dieser war allerdings mit der Auflage verbunden, die Hütte an den Wochenenden für Wanderer zu bewirtschaften. Der Landrat verwies ferner auf die Weisheit „Wandern macht bewandert!“. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die antik-griechische philosophische Richtung der „Peripatetiker“ – die zu ihren Erkenntnissen um Auf- und Abgehen in einer Wandelhalle gekommen sein sollen – Schüler und Anhänger des Aristoteles.
Der Landrat folgte anschließend dem Wunsche, zugedachte Jubiläumsgaben dem Verein für krebskranke Kinder zukommen zu lassen.
Grußworte sprachen auch die 2. Bzw. stellvertretenden Bürgermeister der Gemeinden Meeder und Lautertal.
Anschließend hatte Jürgen Theile, 1. Vorsitzender des Gesamt -  Thüringerwald-Vereins 1880, das Wort. Er erinnerte eingangs daran, dass Süße seit 2004 Ehrenvorsitzender des Gesamt-Thüringerwaldvereins sei und er – Theile -  selbst sein Nachfolger als Vorsitzender. Theile überbrachte die Grüße und Glückwünsche dieses Vereins. Ferner überbrachter er Grüße und Glückwünsche der thüringischen Ministerpräsidenten Christine Lieberknecht, Vorsitzende des Thüringer Wanderverbands. Noch vor vier Jahren, beim 100jährigen Jubiläum des Zweigvereins Coburg, war sie – damals noch nicht Ministerpräsidentin – persönlich anwesend gewesen.
An Schluss seiner Ausführungen zeichnete Theile drei Wfr. mit der Goldenen Ehrennadel des Thüringerwald-Vereins 1880 aus – Günther Völk, Hüttenwart (an diesem Tag an der Teilnahme verhindert), Wilhelm Bauer, Wanderwart und Siegfried Stegner, Wegemeister. Landrat Busch assistiere freundlich bei dieser Auszeichnung.
Ein weiterer Höhepunkt des offiziellen Teils war sodann die Ausgabe der Wimpelbänder an die Zweigvereine des Thüringerwald-Vereins 1880, die an diesem Tag durch Delegationen vertreten waren.
Das freundliche Wetter – nach der morgendlichen Kühle wurde es immer wärmer – lud viele dazu ein, noch einige angenehme Stunden im Kreis der Wanderfreunde zu verbringen. Der vermutlich am weitesten angereiste Gast war an diesem Tag H.  W., derzeitiger Wohnsitz Las Palmas. Er hatte vom Internet über die Veranstaltung erfahren und war in seine alte Heimat angereist.