Können Sie auch ohne Verein wandern? Im Prinzip ja, aber viele Vorleistungen wurden von uns erbracht, z. B. mehr als 400 km markierter Wanderwege; Zuarbeit für Wanderkarten verschiedener Verlage, nicht zuletzt die Alexandrinenhütte - drum auf zur Mitgliedschaft (anklicken!)

„Afrikanische“ Flottille auf dem Goldbergsee

Leider nur acht Teilnehmer hatte die diesjährige Vogelstimmenwanderun unter der Leitung von Naturschutzwart Frank Reißenweber, obwohl das Wetter namentlich früh keineswegs so ungünstig war wie vorhergesagt. Ohnehin besteht nach meinem Eindruck bei den Rundfunk-Wettervorhersagen die Tendenz, den Großraum München mit dem gesamten Freistaat gleichzusetzen.
Ursache könnte aber auch sein, dass der Treffpunkt in einem Teil der Zeitungen unrichtig wiedergegeben war.
Draußen in Neuses trafen sich also dann die Wanderer. Gar nicht weit war es dann zu den Gestaden des Goldbergsees. Hier befindet sich das Naturschutzgebiet „Glender Wiesen“, zugleich FFH-Gebiet „5731-301“ mit einer Größe von fast 170 ha. Wenn auch die charakteristischen Frühjahrs-Vogelrufe, u.a. der Kuckuck, aber auch die Nachtigall zu vernehmen waren, galt doch zunächst das Hauptaugenmerk den Wasservögeln. Es zeigte sich, dass diese den neu geschaffenen Lebensraum sehr rasch angenommen haben. Neben den weit verbreiteten, auch „kulturfolgenden“ Arten wie Stockente, Höckerschwan und Blessralle zeigten sich auch andere Entenarten, wie Reiherente und Tafelente, Flussregenpfeifer, Haubentaucher u.a.
Der Weg entlang der Bahnstrecke Coburg – Bad Rodach (derzeit stillgelegt) bietet gute Beobachtungsmöglichkeiten sowohl in das absolute Naturschutz-Sperrgebiet nördlich der Bahnlinie als auch das Schutzgebiet südlich der Bahnstrecke bis zu dem Steg, das lt. Beschilderung während der Vogelbrutzeit gesperrt ist. Allgemein zur Freizeitnutzung ist nur der Teil des Goldbergsees freigegeben, der von der Sperrmauer nahe Neues entlang der Staatsstraße bis zur Brücke reicht.
 

Goldbergsee
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Immer wieder stehen bleibend und beobachtend, wurde der gesamte See umrundet. Am meisten Anklang und Beachtung fanden aber Zuzügler aus fernen Landen, aus Afrika: eine Nilgansfamilie mit den beiden Altvögeln und fünf Jungen. Siehe näheres und Bilder hierzu - hier anklicken:  Nilgänse

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Am Südufer des Sees unterquerten wir dann die vielbefahrene Staatsstraße und traten in den Callenberger Forst ein. Es handelt sich um ein recht naturnahes Mischwaldgebiet mit einer Kette von Teichen.

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Sogar ein “Riesenmammutbaum” (Sequoia) findet sich dort; beheimatet in Kalifornien, hier eingepflanzt wie auch direkt beim Schloss Callenberg und bei der Veste Coburg.

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Ein etwas geheimnisvoll erscheinender Ort ist als “Fasanerie” bekannt. Ursprünglich soll es sich aber um die Unterbringung der Parforcejagd-Hunde gehandelt haben. Erst nach Aufgabe dieser Jagdform sei die Fasanerie hier entstanden.

Fasanerie Schloss Callenbeg
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Am Krautteich (oben) - unten: Tafelenten an einem weiteren Teich.

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Und über allem thront Schloss Callenberg, hier allerdings noch vom Goldbergsee aus gesehen...

Schloss Callenberg

Weiter ging es durch den Callenberger Forst nach Weidach zur Mittagseinkehr im “Eichhörnchen”. Die Mittagseinkehr verlief zur allgemeinen zufriedenheit. Zurück ging es, vorbei am Drehenweiher, nach Beiersdorf und über den Wehlberg nach Glend und dann nach Neuses zurück. Immerhin waren 17 km zurückgelegt, als sich Frank Reißenweber von seinen Mitwanderern verabschiedet, nicht ohne dass diese Dank und Anerkennung aussprachen.