Können Sie auch ohne Verein wandern? Im Prinzip ja, aber viele Vorleistungen wurden von uns erbracht, z. B. mehr als 400 km markierter Wanderwege; Zuarbeit für Wanderkarten verschiedener Verlage, nicht zuletzt die Alexandrinenhütte - drum auf zur Mitgliedschaft (anklicken!)

Rompilger per Fahrrad

 


Zum Januar-Waldabend konnte der 1. Vorsitzende, Wolfgang Süße, ein wahrhaft „volles Haus“ begrüßen. Nicht zum ersten Male waren wir im kleinen Saal, als der Andrang besonders groß war. Denn der Referent des Abends, Dieter  Abicht, hat sich über unseren Verein hinaus längst einen Namen gemacht.
Zudem konnte Süße auch das neue Hüttenwarts-Paar begrüßen, Elke und Jürgen Siegel. Auf den bevorstehenden  Deutschen Wandertag im Flämig ging Süße ein, noch steht nicht fest, ob wir uns mit einer Busreise beteiligen. Er verwies ferner auf den Thüringer Wandertag am 16. Juni in Heldburg (nicht, wie im Wanderplan ausgedruckt, am 10. Juni!).

Detlef Bürger verwies darauf, dass das Titelbild der neuesten Ausgabe im Druck nicht ganz seinen - allerdings hochgespannten - Erwartungen entsprochen habe. Im Jahre 2012 geht unsere Vereinszeitschrift in den 50. Jahrgang, wenn auch seit der Gründung 1963 “nur” 49 Jahre vergangen sind. Aber man muss in einem solchen Fall - anders als beim Lebensalter des Menschen - mit “1” zu zählen beginnen.
 

Dann aber lud Dieter Abicht zu seiner Rompilgerfahrt per Fahrrad ein. Er hatte uns bereits durch ähnliche Unternehmungen in Island, in Griechenland, Kalabrien und Sizilien fasziniert. Dabei unternimmt er diese Fahrten stets allein und nur mit dem nötigsten Gepäck. Übernachtet wird dabei im Zelt auf Campingplätzen, gelegentlich auch in Hotels oder Gasthöfen.
Seine Erlebnisse hält er per Video-Kamera fest und gestaltet hieraus einen Video-Filmvortrag.
Seine erste Aufnahme war in Kaltenbrunn an dem neu angelegten, mit Holz-Skulpturen ausgeschmückten Pilgerweg Seßlach – Vierzehnheiligen. Dann ging es zügig südwärts, bemerkenswerte Stationen u. a. Beilngries, das Altmühltal, die „Befreiungshalle“ bei Kelheim, Kloster Weltenburg, Rohr, das Inntal mit Kufstein, Innsbruck, Gries am Brenner, Brennerpaß, Bozen, das Etschtal, Verona, die Adriaküste, Assisi, Ostia Lido und Ostia antiqua und dann natürlich Rom. Von all der überwältigenden Fülle gab Abicht einen persönlichen Eindruck wieder mit interessanten Perspektiven und Details. Gut gesehen beispielsweise der eindrucksvolle, groß gewachsene Darsteller eines antiken Kriegers vor dem Amphitheater zu Verona, der geduldig mit neugierigen Kindern spielt.
Man braucht Italien nicht sehr gut zu kennen um zu bemerken, dass dies keineswegs die kürzeste Route in die „Ewige Stadt“ gewesen ist. Unglaublich die physische, aber wohl auch psychische Leistungsfähigkeit des rüstigen Ruheständlers. Immerhin 1.600 Kilometer waren zurückzulegen, und dies keineswegs in der Ebene. Die Fortsetzung dieses Vortrags wurde bereits angekündigt, wir sind gespannt darauf.  Reicher Beifall, dazu anschließend noch einige „technische Fragen“ aus dem Zuhörerkreis.