Können Sie auch ohne Verein wandern? Im Prinzip ja, aber viele Vorleistungen wurden von uns erbracht, z. B. mehr als 400 km markierter Wanderwege; Zuarbeit für Wanderkarten verschiedener Verlage, nicht zuletzt die Alexandrinenhütte - drum auf zur Mitgliedschaft (anklicken!)

Abenteuer – Reise

Waldabend November

Zum November-Waldabend begrüßte 1. Vors. Wolfgang Süße seine Gäste, insbesondere den Referenten des Abends, Herrn Dieter Abicht.  Er erinnerte an die Geburtstage des abgelaufenen Monats. Im Oktober gab es die sog. „Karpfentor“ ,  diesmal im Bereich des Lautertales mit Schlusseinkehr im Gasthof „Deutsches Reich“ . Außerdem die traditionelle Jahresabschlusswanderung, in diesem Jahr führte sie von Seßlach nach Ummerstadt

Siehe Jahresschluss

Nächste Veranstaltungen sind die Adventswanderung am 28. Nov. und der Julabend am 5. Dezember.

Dann aber waren gespannt auf den Vortrag des Abends in Digital-Video-Technik über einen Beamer.

Die Zeit der Abenteuer-Reisen war wohl bereits im 19. Jhdt. beendet. Reisen sind heute meist vorausgeplant und perfekt durchorganisiert. Abenteuerliche Reisen sind heute in Nischen zurückgezogen, wer sie erleben will, muss sich schon etwas besonderes ausdenken.

Solches tat und tut Dieter Abicht, ein vitaler Ruheständler aus Coburg. Seine Spezialität sind mehrwöchige Fahrradtouren durch verschiedene europäische Länder, jeweils allein und auf sich gestellt. Eines dieser „Reise-Abenteuer“ konnten wir schon nacherleben, eine Radtour in Island.

Siehe Januar 2009

Diesmal ging es südwärts, von Coburg aus nach Innsbruck (7 Tage) und über die alte Brenner-Bundesstraße, das Etschtal nach Trient und Venedig (12 Tage). 

Das Land der Hellenen erreichte Abicht allerdings dann nicht per Pedal, sondern mit Hilfe der Fähre Venedig – Patras. Dort musste nochmals mit einer Fähre auf das Festland übergesetzt werden Von dort aus führte das radlerische Unternehmen zunächst nach Delphi.  An diesem berühmten Heiligtum der Antike verweilte dann der Reisende, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorstellen zu können. Unterwegs nächtigte er meist im Zelt, nur ab und zu eine „richtige“ Unterkunft. Die Verpflegung wurde unterwegs besorgt, wichtig bei den hohen Temperaturen (bis 36 °) war ausreichend Trinkwasser. Griechenland ist fast überall ziemlich gebirgig, es galt daher zahlreiche Pass- und Gebirgsstrecken zu überwinden.  Auf diese Weise wurde Larisa erreicht, die Hauptstadt Thessaliens. Höhepunkt und Hauptziel dieser Fahrradreise aber waren die weltberühmten Meteora-Klöster. Über Ioannina wurde dann  Igoumenitsa  erreicht,  ein Fährhafen an der Adria. Dieter Abicht setzte hier nach Brindisi über. Die Radtour wurde in Kalabrien fortgesetzt.

Das ist Thema des nächsten Vortrags im Januar. Insgesamt war Dieter Abicht 88 Tage unterwegs und hat auf dem Fahrrad 4900 km zurückgelegt. Im Durchschnitt sind das 70  km täglich; einige Tage wurden nicht im Sattel, sondern auf Fährschiffen sowie bei Besichtigungen verbracht. Diese Leistung ist um so beachtlicher, weil Griechenland, wie erwähnt, sehr bergig ist.

Trotzdem verstand es Abicht, unterwegs nicht nur Landschaft einzufangen, sondern auch Details von Flora und Fauna. Aufnahmen von Blumen und Klein-Lebewesen sind schon dann nicht ganz leicht, wenn dies der Hauptzweck des Unternehmens ist und man sich mit Ausrüstung und Kleidung genau darauf einstellen kann.

Der Referent beantwortete anschließend noch Fragen aus dem Zuhörerkreis, bevor er mit Dank und Beifall verabschiedet worden ist.