Können Sie auch ohne Verein wandern? Im Prinzip ja, aber viele Vorleistungen wurden von uns erbracht, z. B. mehr als 400 km markierter Wanderwege; Zuarbeit für Wanderkarten verschiedener Verlage, nicht zuletzt die Alexandrinenhütte - drum auf zur Mitgliedschaft (anklicken!)

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Waldgottesdienst mit „Taufe“

 

Angenehm an diesem ersten Juli-Sonntag: kurze gewittrige Regenschauer am Morgen kühlten die extreme Hitze der Vortage doch etwas ab. Immerhin zehn WandererInnen trafen sich, um eine kurze Wanderung zur Alexandrinenhütte anzutreten. Zunächst folgte die Anfahrt per Linienbus von Coburag nach Rottenbach. Die Wanderführer Gisela und Walter Renner führten die Gruppe auf dem bekannten Weg. Bald war die Sennigshöhe  zur Mittagseinkehr erreicht. Der rührige Hüttendienst hatte bereits alles für den Wald-Gottesdienst vorbereitet: das Gras gemäht und die Bänke herangeschafft. Ein einfaches Birkenholzkreuz war aufgesgtellt. Wie immer, schmückten  ein Wildblumenstrauss, ein weisses Tuch, ein einfaches Holzkreuz und eine Kerze die Bank, die heute als Altar dienen sollte.  Es fehlte auch nicht an einigen Fruchzapfen verschiedener Bäume.

Bald war auch Frau Pfarrerin Wunderer mit ihrem Mann eingetroffen. Zur Einstimmung spielte dieses Paar mit Querflöte und Gitarre ein brasilianisches Kirchenlied. Dann folgte „Großer Gott, wir loben dich!“   Die Ansprache der Pfarrerin beruht auf Jeremia 17,7 mit dem Bild vom Baum, der am  Wasser gepflanzt ist und seine Wurzeln am Bach ausstreckt und bezog die uns umgebende Natur mit ein.  Wie um dies zu bestätigen, liessen sich in den Momenten der Stille singende Vögel  rings um uns vernehmen. Das „Geh aus mein Herz uns suche Freud…“ durfte an einem solchen Tag nicht fehlen. Schon aber mischte sich drohendes Donnerrollen in Gebet und Gesang. Aber die Sonne behielt bis zum Schluss – Segen die Oberhand.

Dann zogen wir wieder zu der nahen Hütte zurück und liessen uns an Tischen und Bänken nieder. Doch es war wie im 3. Satz der 6. Symphonie von Beethofen („Pastorale“). Das „lustige Zusammensein der Landleute“ wird vom dumpfen Drohen des nahenden Gewitters jäh abgebrochen, man stiebt auseinander und sucht Zuflucht. Dann brach das Unwetter los, aber auf der Sennigshöhe keineswegs mit  Streichbässen und Pauken dargestellt, sondern in echt. Gut eine Stunde prasselte der Regen und heftige Donnerschläge herab. Zuflucht boten Gastraum, Altane und Blockhütte.

Doch jedes Unwetter endigt einmal, uns so war es auch an diesem Tage.  Die kleine Wandergruppe konnte bei nur noch leichtem Regen weiter nach Tremersdorf ziehen, um den Bus zur Heimfahrt zu erreichen. Wer mit dem Auto angefahren war, konnte in Unterlauter das Wasser aus den Kanaldeckeln quellen sehen.

Dank an Pfarrerin Frau Wunderer und Gatten, Dank auch an die Wanderführer Gisela und Walter Renner für diesen insgesamt doch schönen Tag.

 

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Flucht vor dem Unwetter