Einmal im Jahr, meist im September, zieht es uns in die Gebiete Frankens, in denen der Wein wächst. Die Wanderung wird mit dem Genuß des Rebensaftes auf das glücklichste verbunden.

Durch die fränkischen Weinlande

 

40 Wanderfreunde wurden vom Bus der Fa. Dürrnagel über Schweinfurt und Gerolzhofen an den Fuß der Weinberge hinter Oberschwarzach gefahren. Bei strahlender Sonne begann unterhalb der Ruine Stollburg die erste  Etappe entlang der verschiedenen Weinlagen und am Waldrand bis zum ersten Zwischenziel in Siegelsdorf. Sogar der Ehrenvorsitzende Franz Geßlein hielt tapfer durch.

Bei der weiteren Wanderstrecke durch Wiesen und Felder wies der Wanderführer auf die "Alte Fallmeisterei" hin, die von dem Künstler Theo Steinbrenner zu einem gut besuchten Jagd- und Kulturhof ausgebaut wurde. Dann waren es nur noch wenige Minuten bis zum Jagdhaus „Ilmbach“ der Grafen von Schönborn, wo der Bus wieder auf die Wanderer wartete. In der schattigen Gartenwirtschaft konnte ein kurzes Getränk getankt werden. Dann führte die dritte Wanderstrecke erst durch herrlichen Buchenwald, dann unter strahlend blauem Himmel und entsprechenden  Temperaturen etwa eine Stunde bis Prichsenstadt.  Hier wurden wir schon am Stadtrand vom Nachtwächter mit launigen Worten, Hornklängen und Gesang begrüßt. Er verstand es gut, aus der Geschichte der kleinen, aber feinen Weinstadt Prichsenstadt zu berichten, sodass auch dieser Rundgang auf hartem Pflaster von  fast allen genossen wurde. Dann kam der Höhepunkt des Tages im kühlen Weinkeller des Winzerhofes Keßler. Die charmante Kellermeisterin Ina, Winzerin in der vierten Generation, kredenzte sechs verschiedene  hervorragende Frankenweine und eine fabelhafte Brotzeit. Mit fränkischer Mundart erläuterte sie die Weinsorten, berichtete über Weinstein, Korken und Gläser so witzig und fesselnd, dass im Nu die Gläser leer und mehr als zwei Stunden vergangen waren. Der Ehrenvorsitzende sprach deshalb allen aus dem Herzen, als er dem Wanderführer Wilhelm Bauer für den gelungenen Wandertag herzlich dankte.

Auf der Heimfahrt nach einer derart gelungenen Schlusseinkehr war die Stimmung entsprechend prima, es sollen sogar im Bus noch einige Gläser Frankenwein geleert worden sein.

Günther Völk

 

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