|
Können Sie auch ohne Verein wandern? Im Prinzip ja, aber viele Vorleistungen wurden von uns erbracht, z. B. mehr als 400 km markierter Wanderwege; Zuarbeit für Wanderkarten verschiedener Verlage, nicht zuletzt die Alexandrinenhütte - drum auf zur Mitgliedschaft (anklicken!) |
|||||
|
Herbstliche Weinfahrt mit Wanderungen (26.09.2010) Handthal - Mutzenroth - Steigerwaldklinik - Stollberg mit Murrleinsnest- Stollburg - Handthal (Schlusseinkehr im "Forellenhof") Es war der erste Sonntag im Herbst, als Wanderwart Wilhelm Bauer seine traditionelle Weinfahrt den Wanderfreunden als einen Höhepunkt im Wanderjahr anbot. Der Dauerregen des Vortages hatte aufgehört und voller Erwartungen startete der nahezu voll besetzte Bus vom Thür.-Frank.-Reisebüro an der Hauptpost in Coburg. Die Fahrt führte am Rande der Haßberge entlang, bei Eltmann über den Main und durch Gerolzhofen zum Ausgangspunkt Handthal am Fuße des Stollberges. Die Natur zeigte sich der dritten Jahreszeit entsprechend. Die Wanderschar teilte sich in zwei Gruppen, eine übernahm Wanderfreundin Renate Volk mit 5 km, die andere vertraute sich Wanderwart Wilhelm Bauer mit 14 km an. Auf dem Steigerwald-Panorama-Weg ging es zunächst die Weinberge. Obwohl schon viele Reben gelesen wurden, lockten doch manche verbliebene Trauben zum Naschen. Die Route führte auf umgegrabenen Feldern und Obstbäumen mit reifen Äpfeln und Birnen entlang. Heckenrosen trugen ihre roten Hagebutten. Zaghaft setzte die Herbstfärbung ein. Fallendes Laub bildete auf dem Boden einen Teppich. Erste Herbstzeitlosen blühten. Auf schmalen Pfaden durch lichten Auenwald erreichten die Wanderer den Weiler „Waldesruh“ und die „Klinik am Steigerwald“, wo sie sich aus dem Rucksack verpflegten. Der Blick schweifte über das weite Maintal zum Schwanberg, nach Schweinfurt und zur Rhön. Als ein so genanntes Wahrzeichen des Gebietes erwies sich das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld. Gestärkt ging es dann im flotten Tempo abwärts und empor zum Murrleinsnest, einer Schutzhütte auf dem Stollberg. Vom Aussichtspunkt unterhalb der Stollburg erlebten die Coburger das schönste Panorama des Tages, zumal sich zusehends die Sonne durchgesetzt hatte. Stufen führten den Steilhang hinab. Zahlreiche Spaziergänger nutzten herrlichen Herbstsonntag zu einem Ausflug. Im Weindorf Handthal, wo das „Bremserfest“ Gefeiert wurde, fand eine fröhliche Schlusseinkehr bei Wein und schmackhaften Fischgerichten statt. Im Abendsonnenschein erfolgte die Rückfahrt über die Steigerwaldhochstraße, wo in den Dörfern vor allem der üppige Blumenschmuck auffiel. Der Dank aller galt den beiden Wanderführern Renate Völk sowie Wanderwart Wilhelm Bauer für diesen vollauf gelungenen Wandersonntag. Renate Haenel Anmerkung: Die Ortschaft Handthal, ich kenne ihn seit 40 Jahren, war einst selbständige Gemeinde, und ist heute zu Oberschwarzach gehörig. Handthal hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem der beliebtesten Ziele für Wander- und Weinfreunde entwickelt, hauptsächlich aus den Regionen um Bamberg und Schweinfurt. Wahrzeichen ist die Burgruine Stollburg, Amtssitz der Würzburger Bischöfe und im Bauernkrieg 1525 zerstört. Ebenso Wahrzeichen ist aber auch der nahe gelegene Weinberg „Handthaler Stollberg“ mit der weithin bekannten, aussichtsreichen Gaststätte. Der Weinberg gilt als der höchste in Deutschland (Eigenwerbung Markt Oberschwarzach). Die „Klinik am Steigerwald“ ist nicht zu verwechseln mit der „Steigerwaldklinik“ in Burgebrach. Das „Murrleinsnest“ ist altbekanntes Wander-Zwischenziel im Steigerwald. Der Namens-Erklärungsversuch mit dem einstigen Vorkommen von Wildkatzen ist m. E. wenig überzeugend, dagegen ist „Mur(r)l(e)in“ als Personenname in Lehenbüchern des Würzburger Bistums seit alters her nachweisbar. -hdb-
|
|||||